Dienstag, 19. Januar 2016

Mandalas und Musik

Ganz überraschend und unerwartet inspiriert durch Thomas Manns "Doktor Faustus" nehme ich meine Gedanken zu Mandalas und Musik wieder auf. Auf den ersten Seiten des Romans begegnet mir Jonathan Leverkühn, ein "Spekulierer und Sinnierer", der den beiden Jungs Adrian und Serenus zuweilen das "Experiment der sichtbaren Musik" vorführt: Zu seinen "wenigen physikalischen Apparaten gehörte eine runde und frei schwebende, nur in der Mitte auf einem Zapfen ruhende Glasplatte, auf der dieses Wunder sich abspielte. Die Platte war nämlich mit feinem Sande bestreut, und vermittelst eines alten Cellobogens [...] versetzte er sie in Schwingungen, nach welchen der erregte Sand sich zu erstaunlich präzisen und mannigfachen Figuren und Arabesken verschob und ordnete." (S. 26)
 
Da sind sie wieder, die Chladnischen Klangfiguren, die mich so faszinieren, weil sie zeigen, dass Töne sichtbar gemacht Mandalastrukturen sind. Aufgrund dieser Wiederbegegnung in völlig unerwartetem Zusammenhang habe ich dann wieder ein bisschen nach diesen Klangfiguren bzw. Mandalas recherchiert und die wunderschönen Wasserklangbilder auf www.MagicAqua.de entdeckt. Mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Michael Memminger kann ich einen Einblick gewähren in diese wunderschönen sichtbaren Töne:

 
Ich kann nur wärmstens empfehlen, weitere Klangbilder einzelner Töne, kosmischer Frequenzen und menschlicher Stimmen auf Michaels Homepage zu betrachten und einzutauchen in die Schönheit des sichtbaren Klangs.


Meine Empfehlungen zu diesem Blogpost:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen